Küche richtig lüften

Frische Luft an kalten Tagen

Von Phillip Reershemius · 2017

Die Küche ist der Ort, wo jeden Tag gekocht wird und alle gern zusammenkommen. Es entstehen aber auch Gerüche und Feuchtigkeit. Gerade im Winter ist es wichtig, hier für ein optimales Gleichgewicht und ausreichend frische, trockene Luft zu sorgen. Mit ein paar einfachen Regeln gelingt es.

Zwei Männer beim Kochen. Danach empfiehlt es sich, die Küche richtig zu lüften
Wo gekocht und gegessen wird, entstehen Feuchtigkeit und Gerüche.

In der Küche zusammensitzen mit der Familie oder mit Freunden, gemeinsam kochen mit besten Zutaten, dabei Musik hören und ein gutes Glas Wein trinken – so oder so ähnlich sieht für viele von uns ein gelungener Abend aus. Dann brutzelt es in der Pfanne, Bratenduft steigt auf, es köchelt in den Töpfen. Doch leider: All die Gerüche, das Bratenfett und die Dampfwolken steigen auf und vermischen sich mit der Raumluft. Wo Menschen zusammensitzen und wo häufig gekocht wird, bleiben Rückstände der Gerüche und auch eine hohe Luftfeuchtigkeit zurück. Beides wird bald unangenehm, und gerade im Winter ist es wichtig, in der Küche für ein gutes Raumklima zu sorgen, weil die Unterschiede zwischen den Temperaturen drinnen und draußen die Kondensation begünstigen. Und neben dem Wohlbefinden der Menschen ist es auch für die Einrichtung und die Bausubstanz wichtig, für gute, frische Luft zu sorgen.

Hilfe gegen Risse und Schimmel

Zu viel Feuchtigkeit kann dazu führen, dass Dampf an den Küchenmöbeln kondensiert und beispielsweise am Holz Schaden anrichtet. Metall kann korrodieren, schlimmstenfalls bildet sich Rost. Dampf steigt nach oben und sammelt sich unter der Decke; lagert sich hier regelmäßig Feuchtigkeit, wird die Farbe hier rissig und blättert schließlich ab. Wo Fliesen und Fugen nicht ausreichend isoliert sind oder in dunkleren, kälteren Ecken, kann ebenfalls Feuchtigkeit eindringen. Trocknet sie nicht, entsteht hier ein idealer Nährboden für Schimmel. Das ideale Raumklima in der Küche hat 18 bis 20 Grad und eine Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent. Gar nicht so einfach – die optimale Temperatur erfühlen wir Menschen von selbst, doch bei Feuchtigkeit sieht es anders aus. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, braucht einen Hygrometer: Experten raten, mit ihm die Luftfeuchtigkeit in der Küche regelmäßig zu überprüfen, am besten täglich. 

Stoßlüften mehrmals täglich

Um die bestmögliche Luftfeuchtigkeit herzustellen, empfiehlt sich zunächst eine kräftige Dunstabzugshaube mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten. Sie sollte auch dann eingeschaltet werden, wenn nur kurz gekocht wird, etwa wenn Gemüse gegart und ein Ei gebraten wird. Entscheidend aber ist das Lüften: Stoßlüften mehrmals täglich empfiehlt sich. Wenn es draußen trocken ist, können auch im Winter bei niedrigen Temperaturen die Fenster weit geöffnet werden, so dass ein möglichst großer Luftaustausch möglich wird. Sobald Dampf entsteht, sollten ohnehin die Fenster weit geöffnet werden, sodass rasch frische Luft hineinkommt und Sie sofort wieder ein guten Klima in der Küche haben.

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